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30

Mai
2018

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In Technische Tipps

By Steven Roziers

Was ist eine Erdung und warum ist sie unerlässlich?

On 30, Mai 2018 | No Comments | In Technische Tipps | By Steven Roziers

Bevor Sie eine neue Elektroinstallation in Gebrauch nehmen dürfen, soll sie geprüft werden. Der Prüfer kontrolliert, ob die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Die findet man in den VDE-Vorschriften für Elektroinstallationen zurück.

Eine der Bedingungen der VDA ist die Erdung, aber was bedeutet dieser Begriff nun präzise? Und was ist dessen Nutzung? In diesem Artikel werden wir diese Fragen alle beantworten.

Was ist eine Erdung?

Die Erdung ist ein Leiter aus Metall, der alle Elektrogeräte verbindet und Leckstrom zu der Erde rund um die Wohnung führt. Die Erdung ist also ein unerlässliches Unterteil jeder Elektroinstallation, da die Erdung das Risiko auf einem Stromschlag verhindert. Falls es einen Isolationsfehler gibt, wird der Differentialschalter den Strom automatisch ausschalten.

Zum Beispiel: Während Sie Ihre Waschmaschine umgezogen haben, ist die Schnur schwer beschädigt worden. Die Stromkabeln sind sichtbar und kommen sogar mit dem Gerätgehäuse aus Metall in direktem Kontakt. Falls Sie die Waschmaschine berühren würden, bekämen Sie einen Stromschlag, es sei denn, dass Sie über eine Erdung verfügen. Diese wird den Strom zu der Erde führen und verhindert auf diese Weise tragische Unglücke.

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Den Erdungsleiter können Sie an der gelbgrünen Isolation erkennen.

Erdung bei Neubau

Man verwendet eine Erdschleife für Neubauhäuser mit einem Unterbau von mindestens 60 cm Tiefe. Dann nimmt man einen Leiter aus Kupfer, mit 35 mm² Durchmesser, die auf den Boden der Fundamentgraben gestellt wird. Dieser Draht darf keinesfalls mit den Fundamentmauern in Kontakt kommen und soll also in der Erde verdeckt werden. Die Leitungsende bleiben offen und man bringt sie auf Höhe des Erdungsschalters zusammen.

Erdung bei bereits bestehenden Gebäuden

Manche älteren Gebäude haben noch keine Erdung oder haben eine schlecht funktionierende Erdung. Es ist nicht möglich, hier eine Erdschleife zu installieren. Glücklich gibt es eine andere Lösung. Sie können nämlich eine oder mehrere Erdungsstangen (mindestens 3m zwischen den Erdungsstangen) besorgen. Diese Spieße aus Metall werden 80 cm tief in die Erde geschlagen und mithilfe des Erdleiters mit der Elektroinstallation verbunden. Der Erdleiter verbindet die Erdelektrode mit dem Erdbrecher und der Haupterdungsklemme. Die Sektion dieses Leiters ist minimal 16 mm², wenn er mit einem gelbgrünen Isolator ausgerüstet ist, oder 25 mm² falls er nicht isoliert ist.

Weitere Unterteile

Neben der Erdschleife oder der Erdelektroden braucht man auch noch einen Erdleiter, der alles mit der Haupterdungsschiene verbindet. Diese hat einen Durchmesser von mindestens 16 mm². Besorgen Sie auch einen Erdungsunterbrecher, damit der Widerstand geprüft werden kann. Dieser Widerstand soll maximal 30 Ohm betragen.

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Beispiel eines Erdungsunterbrechers. Bild Quelle

Was müssen dann alles „geerdet“ werden?

Es gibt verschiedene Elemente in Ihrem Haus, die Erdung brauchen. Denken Sie z.B. an der ersten Stelle an Steckdosen und Lichtpunkte. Den Schutzleiter können Sie an der gelbgrünen Isolation erkennen. Der muss denselben Durchmesser haben als der Phasenleiter.

Außerdem bekommen manche Unterteile aus Metall einen Schutz gegen gefährliche Spannung. Für diesen Zweck werden Potenzialverbindungen gebraucht. Wir unterscheiden hier zwei Arten:

  1. Die Hauptpotenzialverbindungen: für die wichtigsten Gas- und Wasserleitungen und die Zentralheizung. Man braucht hier gelbgrünen Draht, der mindestens 6 mm² breit ist.
  2. Zusätzliche Potenzialverbindungen: für die Metallkonstruktionen eines Badezimmers (Badewanne, Abfluss usw.). Diese Verbindung, von gelbgrünem Draht isoliert, hat einen Diameter, der mindestens 2,5 mm² beträgt, wenn sie in einem Rohr gestellt wird. Falls das nicht so ist, ist ein Diameter von 4 mm² verpflichtet.

In unserem Webshop können Sie Klemmen finden, mit denen Sie die Grundleitungen an anderen Elementen befestigen können.

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