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02

Nov
2021

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In Neuheiten

By Elke Leemans

Die besondere Geschichte der Flos Parentesi

On 02, Nov 2021 | No Comments | In Neuheiten | By Elke Leemans

50 Jahre: Das ist das genaue Alter einer der beliebtesten Leuchten der italienischen Designmarke Flos. Wir beschäftigen uns heute mit der Parentesi, einer außergewöhnlichen Stehleuchte, die Decke und Wand mit einem Stahlseil verbindet. Dieses wunderschöne Design stammt von Pio Manzù und Achille Castiglioni und hat eine ganz besondere Geschichte. Eine Geschichte voller Originalität, Leidenschaft für Alltagsgegenstände und Respekt für die Kreativität anderer.

Ein verheißungsvoller Designer

Die Geschichte der Parentesi beginnt 1969. Brillante Menschen sterben oft viel zu früh. So auch Pio Manzù, ein außergewöhnlich talentierter italienischer Designer. Manzù blickte in eine verheißungsvolle Zukunft: Er entwarf zahlreiche innovative Konzepte und ist der geistige Vater des Fiat 127. Kurz bevor seine wichtigste Kreation für Fiat auf die Straße ging, verstarb er plötzlich im Alter von 30 Jahren.

 

Pio Manzu

Pio Manzù

 

Trotz seines jungen Alters wurde Pio Manzù mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Auch Achille Castiglioni, ein echter Pionier des italienischen Designs und einer der einflussreichsten Designer, kannte die Arbeiten von Manzù. Sie hatten sich nie persönlich getroffen, aber dank der Witwe von Pio Manzù erhielt Castiglioni Einblick in dessen Zeichnungen und Skizzen.

 

Achille Castiglioni

Achille Castiglioni

 

Die Schlichtheit von Alltagsgegenständen

Eine der Zeichnungen fiel Castiglioni sofort auf. Die Skizze zeigte eine Leuchte, die auf einem Stab ruht, der Decke und Boden miteinander verbindet. Mit Hilfe einer Schraube konnte die Lampe um ein Viertel gedreht und nach unten und oben verschoben werden. Die originelle Idee der Parentesi war entdeckt.

Pio Manzù hatte eine Leidenschaft für Schlichtheit, Kostenersparnis und Alltagsgegenstände. Drei Merkmale, die sich auch in der Parentesi-Stehleuchte wiederfinden. Für Castiglioni waren alle Elemente vorhanden, um sich in diesen Entwurf zu verlieben: Ein luftiges und flexibles Design, das zu jeder Einrichtung passt. Manzùs Zeichnungen zeigten außerdem Potenzial für mehr Beweglichkeit. Castiglioni nahm einige kleine Änderungen vor, um die Leuchte ohne Schraube fixieren zu können. Außerdem wurde der Metallstab teilweise durch ein Seil ersetzt, das durch einen 5 kg schweren Fuß und einen Spannmechanismus auf Spannung bleibt. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit den Technikern von Flos und schließlich brachte die italienische Designmarke die Leuchte 1971 auf den Markt.

 

Flos Parentesi

 

Flos Parentesi: ein flexibles und zeitloses Design

Die Parentesi-Stehleuchte von Flos hat ein leichtes und luftiges Design. Sie ist flexibel, dynamisch und modern, aber auch zeitlos. Die Lichtquelle ist eine einfache Glühbirne, die Sie um 360° drehen und nach oben und unten bewegen können. Diese sehr praktische und stilvolle Leuchte harmoniert mit den meisten Einrichtungsstilen.

Zum 50. Geburtstag präsentiert sich die Parentesi in zwei neuen, fröhlichen Farben: Orange und Türkis. Die erste Farbe ist eine Ehrerbietung an Pio Manzù, der bei den Prototypen und Entwürfen seiner Autos immer Orange verwendete. Die türkisfarbene Version der Leuchte wurde zu Ehren von Achille Castiglioni aufgelegt. Er nutzt diese Farbe beim Entwurf von Inneneinrichtungen und es ist außerdem seine Lieblingsfarbe.

 

Flos Parentesi

Shop Parentesi Orange Shop Parentesi Türkis

 

Auch die Verpackung dieser zwei neuen Ausführungen der Parentesi-Stehleuchte ist bemerkenswert. Flos verwendet nämlich wieder die Verpackung der allerersten Parentesi-Leuchten aus dem Jahr 1971. Und Nachhaltigkeit ist auch gegeben: Die Verpackung besteht aus recycelten Materialien und ist ihrerseits wieder komplett recycelbar.

 

Flos Parentesi

 

Castiglioni teilt sich bis heute die Rechte an der Parentesi mit dem verstorbenen Pio Manzù. Nicht nur, um ihn zu ehren, sondern auch aus Respekt vor seiner Arbeit, Kreativität, den innovativen Visionen und seiner kurzen, aber beeindruckenden Karriere.

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